Lied und Video „HARAMBEE“ – Kinder- und Jugendchor Wunsiedel mit dem Kinderchor von Live and Learn in Kenya


Während des zweiten Lockdowns der Corona-Pandemie, im Winter 2020/21 probten die Mitglieder des Kinder-und Jugendchores Wunsiedel unter Leitung von Ulrike Schelter-Baudach online.
 Online-Proben sind kein Vergleich zu Live-Proben, vor allem wenn die Internetverbindung in den Kinderzimmern der Familien wackelig ist und oft abreißt. Außerdem sitzt jeder allein daheim vorm PC, Tablet oder Handy und muss allein eine Stimme singen.
Daher war es der Chorleiterin ein besonderes Anliegen, sich für die Älteren der Chormitglieder attraktive Angebote auszudenken, mit deren diese Zeit überbrückt werden konnte.
Im Februar 2021 hatten wir daher einen Online- Songwriting-Workshop, der allen sehr viel Spaß machte.
Alle Jugendchormitglieder schrieben neue Hoffnungstexte auf die Melodien ihrer liebsten Pop-Songs.
Am Anschluss daran kam die Idee auf, gemeinsam einen ganz eigenen Song zu schreiben.
Ulrike Schelter-Baudach entdeckte bei ihrer Internet-Recherche, dass es genau in diesem Frühjahr die vierte Runde des Song-Contests für EINE WELT gab.
Kinder und Jugendliche waren aufgerufen, Lieder zu globalen Themen zu schreiben.
Um auf gute Ideen zum Texten zu kommen, knüpfte die Chorleiterin Kontakt zur Vorsitzenden des Vereins „Leben und Lernen in Kenia e.V.“ aus Selb, Frau Brique Zeiner, und lud sie zu einem virtuellen Treffen ein.
Am Montag der Osterferien war es soweit, Frau Zeiner besuchte uns auf der Plattform Zoom und erzählte uns viel von dem Schulprojekt in Kenia.
Ihre Fotos von der Armut in den Slums der Großstädte machten viele von uns sehr betroffen.
Am Schluss ihres Vortrags erwähnte sie das Motto des Vereins – HARAMBEE – ein Wort auf Swahili, das übersetzt bedeutet „Sich die Hände reichen für ein gemeinsames Ziel“.
Das erste Stichwort für den geplanten Song war damit gegeben.
Schon beim ersten Treffen dichtete Emma zwei Liedstrophen.
In den darauffolgenden Wochen entstanden weitere Texte von Hannah und Emmily, die diese auch gleich vertonten. 
Durch die Übersetzung dieser Texte ins Englische und auf Swahili entstanden weitere Liedteile.
Die nächste Idee war, dass auch die Schulkinder aus Nakuru bei diesem Lied mitsingen könnten.
Über Frau Zeiner bekamen wir via WhatsApp Kontakt zu Mary Otieno, der Musiklehrerin der Schule.
Dank der einfachen und kurzen Wege des Internets konnten alle wichtigen Informationen schnell ausgetauscht werden, und so übten Kinder aus Wunsiedel und Nakuru gemeinsam das neu entstandene Lied.
Zuerst erreichte uns aus Nakuru ein tolles Video vom Schulchor, bereichert durch Choreografie-Ideen und Percussion.
In den Pfingstferien war es dann auch in Wunsiedel soweit, und wir konnten an einem regenfreien Tag unser Video aufnehmen.
Pünktlich zwei Tage vor Einsendeschluss war schließlich alles fertig bearbeitet und geschnitten, und das Video, sowie viele weitere Formulare wurden auf der Website des „Song-Contest für EINE WELT“ hochgeladen.
Nun warten wir alle gespannt darauf, wie es weitergeht.
Demnächst werden alle eingereichten Songs aus aller Welt auf Youtube veröffentlicht.
Danach geht es zuerst ums Abstimmen für den Publikums-Preis.
Im Herbst wird sich dann die Jury zusammenfinden, und die besten Songs auswählen, die dann für die verschiedenen Preise vorgeschlagen werden.
Wir halten alle gern auf dem aktuellen Stand und bitten natürlich dann auch um Unterstützung bei der Abstimmung für den Publikumspreis.
Aber egal, ob wir einen Preis bekommen oder nicht: etwas Schönes ist uns durch das Projekt – neben dem Video – geblieben:
 Beim allerersten Treffen der Jugendchormitglieder mit Brique Zeiner hatte Emma bereits die Idee, dass der Chor doch auch ein Patenkind in Nakuru betreuen könnte.
 Und so haben wir es dann auch gemacht. Seit Juli 2021 ist die kleine Marion Chebet Kipkoech das Patenkind unseres Chores!



Hier noch der Text unseres Songs:

Harambee, die Welt ist schön,
Harambee, lasst es uns sehn.
Harambee, Liebe und Frieden,
Harambee, Armut besiegen,
Harambee, Gleichheit erschaffen,
Harambee, Freundschaften machen,
Harambee, Harambee.

Kinder müssen Hunger erleiden,
sie können sich kaum bekleiden,
wohnen nur in einem Zelt,
und besitzen wenig Geld.

Harambee, wir können was verändern für ein großes Ziel.
Harambee, bitte gib mir deine Hand, und wir erreichen viel.
Harambee, zusammen stark,
Harambee, kämpft jeden Tag!

Lasst uns immer daran denken,
Kindern eine Zukunft schenken,
wir sind alle eine Welt,
zusammen auch ein Superheld!

Harambee, wir können was verändern für ein großes Ziel.
Harambee, bitte gib mir deine Hand, und wir erreichen viel.
Harambee, gleich geht es los,
Harambee, gemeinsam groß!

Leben und Lernen. Hoffen und Handeln,
Greift nach den Sternen, Not in Glück verwandeln!

Harambee, we can make a difference for a global end.
Harambee, we can reach a lot, if we work hand in hand.

Kushinda umasikini
upendu na amani
Tengeneza usawa
fanya urafiki.

Erster Raum im Fortbildungszentrum fertig gestellt

Wie bereits im Blog Beitrag vom März berichtet, haben wir mit der Realisierung unseres LLK Fortbildungszentrums begonnen. Nach dem Baubeginn im November letzten Jahres ging es zügig voran, so dass jetzt der erste Klassenraum fertig gestellt werden konnte. In einem freundlichen Gelbton gehalten, werden hier demnächst Nähmaschinen (teilweise elektrisch) aufgestellt, an denen unsere Jugendlichen eine Ausbildung zur Näherin erhalten können.

Sobald weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stehen (Spenden hierfür sind gerne willkommen), sollen drei weitere Klassenräume folgen. Damit wirtschaften wir kostengünstig, weil eine Berufsausbildung außerhalb von LLK wesentlich teuerer wäre, und wir stellen sicher, dass unsere Absolventen mit einer guten, soliden Ausbildung in ihr Berufsleben starten können.

Baufortschritt des Fortbildungszentrums

Im November 2020 fiel der Startschuss für den Bau des ersten Klassenraumes unseres Fortbildungszentrums. Die Arbeiten werden wie gewohnt von der lokalen Baufirma schnell und zuverlässig ausgeführt sodass in dieser Woche das Dach fertiggestellt und mit dem Innenausbau begonnen werden konnte. In wenigen Wochen wird hier die Nähstube einziehen die aktuell noch in einem provisorischen Wellblechschuppen untergebracht ist. An manuellen und elektrischen Nähmaschinen ermöglichen wir den Jugendlichen aus unserem Projekt eine Nähausbildung.


Sobald ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen – Spenden sind jederzeit willkommen – werden drei weitere Klassenräume das Fortbildungszentrum ergänzen. So ist hier ein Computerraum vorgesehen und, je nach Nachfrage, die Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten für weitere Berufsgruppen wie zum Beispiel Friseur.

Unser Verwaltungsgebäude ist fertiggestellt

Tolle Nachrichten erreichten uns in dieser Woche aus Nakuru von unserem Projektleiter Ken. Die Bauarbeiten am neuen Administrations-Gebäude sind fertiggestellt und die Räume konnten eingerichtet werden. Neben verschiedenen Büros für unsere Angestellten wurden zwei Behandlungsräume für die Arztpraxis und eine große, helle Bücherei errichtet. Unser großer Dank für die großzügige Spende, mit der das gesamte Gebäude finanziert wurde, geht an „The Myhrvold & Havranek Family Charitable Fund“.

Neben dem Gebäude wurde außerdem ein großer Untergrund-Wasserspeicher zur Sammlung des Regenwassers und ein oberirdischer Wassertank gebaut.


Der Eingangsbereich mit Büroräumen auf der linken Seite und Bücherei auf der rechten Seite


In der geräumigen und hellen Bücherei können unsere Schüler in Büchern schmökern oder für den Unterricht lernen


Ein Behandlungsraum für unsere Arztpraxis


Die Rückansicht des Administrationsgebäudes zeigen die Behandlungszimmer sowie links daneben die Toiletten und den Wassertank

 

 

Asante sana – vielen Dank!

Mit diesem Foto bedanken sich Kinder und Eltern, stellvertretend für alle Familien und Angestellten in unserem Projekt, für die großzügige Unterstützung in der aktuell schwierigen Zeit. Viele arbeiten als Tagelöhner und haben ihre Arbeit verloren so dass sie sich ohne Einkommen keine Lebensmittel leisten können. Mit den Spenden wird geholfen, dass unsere Kinder und deren Familien nicht unter Hunger leiden müssen. Da nach neuester Anordnung der kenianischen Regierung die Schulen für weitere drei Monate geschlossen bleiben wird auch unsere Corona-Hilfe fortgeführt. Wir sind daher dankbar für jede weitere Spende. Weitere Details finden Sie zwei Einträge weiter unten in unserem Blog.

Hunter spendet Masken an Schulprojekt


Hunter unterstützt das Projekt „Leben und Lernen in Kenia“ jetzt auch mit Masken

Bei Hunter werden in der hauseigenen Manufaktur Mund- und Nasenmasken gefertigt (petonline berichtete), aktuell bis zu 15.000 Stück pro Woche. Nun unterstützt das Unternehmen auch das Hilfsprojekt „Leben & Lernen in Kenia“ und die Schule bzw. die knapp 500 Schüler und deren Lehrer mit den Textil-Masken.

Hunter unterstützt bereits seit vielen Jahren die Patenkinder Emmanuel und Precious. Neben diesen Patenschaften beteiligt sich das Unternehmen auch finanziell am Auf- und Ausbau der Schule und der Klassenräume sowie am Neubau des Speisesaals, der zugleich als Mehrzweckhalle genutzt wird.

 

Spendenaufruf Corona-Nothilfe


Liebe Sponsoren, Freunde und Förderer von „Leben und Lernen in Kenia e.V.“!

Wir hoffen, dass es Ihnen gesundheitlich gut geht und Sie das Beste aus der derzeitigen Situation in Deutschland machen.
Nein, diese Zeit ist nicht schön für uns alle. Doch weitaus schlimmer ist sie für unsere Kinder und deren Familien in Kenia.

Die Schulen sind seit geraumer Zeit geschlossen. Die Kinder müssen sich mit ihren Familien in den engen Hütten der Slums aufhalten.
Die Eltern, zumeist Tagelöhner, verdienen kein Geld mehr. Kein Geld = Kein Essen.

SIE BRAUCHEN DRINGEND UNSERE HILFE!!!

Über unseren Schulleiter Ken und sein Team vor Ort, haben wir die Möglichkeit, den Familien trotz der schwierigen Situation
unsere finanzielle Hilfe zukommen zu lassen.

ABER: Nur über zusätzliche (!) Spenden wird es möglich sein, all unseren Familien ausreichend zu helfen
– so dass sie sich Lebensmittel und Hygieneartikel (Seife) kaufen und sich versorgen können!

BITTE HELFEN SIE MIT!!!

„Corona Hilfe“ (für Spendenquittung bitte Ihre Anschrift angeben)
Konto von LLK e.V. IBAN DE43 7805 0000 0200 0721 14

Jeder Betrag hilft und kommt zu 100 Prozent bei den 480 Kindern und ihren Familien an
– monatlich verteilt auf alle Familien bis die Pandemie vorbei ist!

ASANTE SANA sagen die Kenianer
und wir sagen – auch im Namen unserer Freunde in Nakuru – DANKE!

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund
wünscht das gesamte LLK-Team

P.S. Leiten Sie unseren Aufruf gerne an Freunde und Bekannte weiter!
Jede Spende zählt!